Wer hat's erfunden? Der Touchscreen

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Ob bei Smartphones, Tablets oder Bankautomaten: Touchscreens sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Ihre Anfänge lassen sich bis 1965 zurückverfolgen.

Am damaligen britischen Forschungszentrum des Royal Radar Establishment sah Ingenieur Eric Arthur Johnson die Notwendigkeit, Bedrohungen feindlicher Flugzeuge schneller zu erfassen. So tüftelte er an einem Gerät, welches durch simple Kupferdrähte, die durch einen Computer geführt wurden, auf Berührungen reagierte. Mithilfe dieser Technologie war es möglich, Punkte auf dem Radar zu markieren und so Flugobjekte zu lokalisieren.

Zuvor war die Ortung per Schall mit auf dem Festland installierten Stahlbeton-schalen erfolgt. Johnson setzte darauf, dass ein Bildschirm die Reaktionsfähigkeit und die Kommunikation der Piloten verbessern würde – der erste Touchscreen war geboren. Dessen Funktionsweise basierte auf einem Spannungsfeld, in dem fließender Strom an jeder Ecke gemessen wurde. Berührt nun ein Finger den Bildschirm und unterbricht den Stromfluss, wird dies einem externen Computer gemeldet. Um eine

Weiterentwicklung bemüht, baute das CERN in Genf 1973 den ersten Touchscreen mit einer festen Anzahl programmierbarer Tasten und einem computer-gesteuerten Zeiger. Eine Sensation, denn bisherige Bildschirme registrierten keinen Druck und sahen nur eine Berührung auf einmal vor. Das CERN-Modell erkannte zwar bloß einen Finger oder Stift und konn-ten die Position des Zeigers nur grob eruieren.
Dennoch: Der einstige Pioniergeist Johnsons war Wegbereiter für den heutigen Touchscreen-Standard.