Betriebliches Gesundheitsmanagement: Was können Arbeitnehmer heute von Unternehmen erwarten?

Die Anforderungen an die Belastbarkeit der Mitarbeiter nehmen durch zunehmenden Wettbewerb, höhere Kundenanforderungen und Beschleunigung von betrieblichen und gesellschaftlichen Prozessen stetig zu. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beinhaltet das „systematische und nachhaltige Bemühen um die gesundheitsförderliche Gestaltung von Strukturen und Prozessen und um die gesundheitsförderliche Befähigung der Beschäftigten.“ Dabei geht es darum, gesundheitsgerechte Rahmenbedingungen an den Arbeitsplätzen zu schaffen und die Mitarbeiter dazu zu animieren, sich gesundheitsgerecht zu verhalten.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement wird oftmals mit der Betrieblichen Gesundheitsförderung gleichgesetzt. In Wahrheit verbergen sich hinter beiden Begriffen jedoch große Unterschiede. Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein essentieller Bestandteil des BGM, jedoch geht der Ansatz des BGM weit über gesundheitsfördernde Einzelmaßnahmen wie gesunde Ernährung, Rückenschulen, Führungskräfteschulungen etc. hinaus. In einem modernen Ansatz des BGM werden mit Hilfe von Managementinstrumenten nachhaltige Prozesse und Strukturen zur Förderung von Gesundheit im Betrieb entwickelt.

Worauf ist zu achten, was ist Standard, was ist Kür?

 

Standard/ Basics: Unterstützung der körperlichen Gesundheit durch

  1. Bewegungsförderung (Gutscheine für Fitnessstudio, B2Run)
  2. Informationsmaterialien/Flyer

Kür

  1. Arbeitsplatzgestaltung mit einem entsprechenden Experten + Mitarbeiter wählt daraufhin Stuhl und Tisch
  2. Entspannungsübungen, die während der Arbeitszeit am Arbeitsplatz durchgeführt werden
  3. lösungsorientierte und vertrauliche Beratung durch Experten, an die sich Mitarbeiter jederzeit wenden können: Dadurch können Mitarbeiter bei persönlichen Problemen und psychisch belastenden Situationen jederzeit kompetente Unterstützung und Hilfe erhalten.
  4. Seminare (während der Arbeitszeit) wie „Stressmanagement im beruflichen Alltag“ und „Selbstmanagement - Persönliche Balance der Lebensbereiche“ unterstützen Mitarbeiter, das Zusammenspiel ihrer verschiedenen Lebensbereiche optimal zu gestalten
  5. Gesundheitsaktionen: Gesundheits-Checks, Schnupperkurse, Expertentipps für einen gesunden Arbeitsalltag, eigene Physiotherapeuten, dank denen Mitarbeiter die Möglichkeit haben, direkt am Arbeitsplatz einfache und effektive Übungen gegen Verspannungen, einseitige Bewegung durchzuführen.
  6. Nachhaltigkeit des BGM durch: Intranet/Wissensplattform, Multiplikatorenschulungen (innerhalb des Teams), Follow-Up Tage nach Seminaren, interne Newsletter für Mitarbeiter und Führungskräfte („gesund führen“), Führungskräfteschulungen und individuell konzipierte Teammaßnahmen

Illustration Bastian Korte

Bastian Korte
PR-Berater und Redakteur bei Dialog Public Relations